Finanzministerkonferenz schlägt Erhöhung der ÜL-Freibeträge und Ehrenamtspauschale vor

Die Finanzministerinnen und Finanzminister der Länder setzen sich dafür ein, dass
die Anreize für gemeinnütziges Engagement noch weiter verbessert werden. Dies
haben sie auf der Finanzministerkonferenz in Berlin beschlossen. Die Maßnahmen
sollen deutlich zur Stärkung des ehrenamtlichen Engagements der Bürgerinnen und
Bürger beitragen und sowohl ehrenamtlich tätige Personen als auch gemeinnützige
Vereine entlasten.
Die Finanzministerkonferenz greift damit eine Initiative von
Nordrhein-Westfalen und Hamburg auf. Beide Länder hatten sich frühzeitig für
entsprechende Vereinfachungen und Erleichterungen ausgesprochen und hierzu auf
Fachebene eine länderübergreifende Arbeitsgruppe ins Leben gerufen.
Die
Finanzministerkonferenz sprach sich unter anderem für eine Erhöhung der
Übungsleiterpauschale von 2.400 auf 3.000 Euro
im Jahr sowie eine Anhebung der
Ehrenamtspauschale um weitere 120 Euro auf 840 Euro aus.
Von diesen
steuerlichen Anreizen soll eine Vielzahl von ehrenamtlich tätigen Personen in
den verschiedensten Bereichen profitieren. Auch für die gemeinnützigen Vereine
selbst fordern die Finanzministerinnen und -minister Verbesserungen: Die
Freigrenze bei der Körperschaft- und Gewerbesteuer soll bei gemeinnützigen
Vereinen unter bestimmten Voraussetzungen deutlich von 35.000 Euro auf 45.000
Euro angehoben werden. Zudem soll der Anwendungsbereich für das vereinfachte
Spendenbescheinigungsverfahren ausgeweitet werden.
Mit dem
Beschluss der Finanzministerinnen und Finanzminister der Länder ist nun das
Bundesministerium der Finanzen aufgefordert, zeitnah einen Gesetzentwurf
vorzulegen, mit dem die Reformen im steuerlichen Gemeinnützigkeitsrecht
umgesetzt werden können.

Quelle: Finanzverwaltung NRW - Pressestelle